Das MAD-Spiel

Für alle, die das MAD-Spiel nicht (mehr) kennen – ich habe es geliebt. Vor Monopoly. Und bekam es letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt…

Auszug aus Wikipedia:

„Beim MAD-Spiel wird gegen den Uhrzeigersinn und nur mit der linken Hand gewürfelt (wer mit der rechten Hand würfelt, bekommt Geld) und jeder muss anschließend seine Spielfigur um die gewürfelte Zahl fortbewegen. Dabei muss man – je nachdem auf welchem Feld man landet – Geld zahlen, Geld einnehmen oder eine Ereigniskarte ziehen. Die Spielsituation wechselt bei diesem Spiel häufig, da viele Ereigniskarten verlangen, dass die Spieler ihre Plätze und damit auch ihr Geld tauschen. Mitunter sind die Zahlungen, die getätigt werden müssen, davon abhängig, ob ein Spieler sich auf dem Spieltisch aufstützt oder wie gut ein Spieler bestimmte Aktionen durchführen kann (ich sage nur „Sei ein Stein!“)

Der höchste in diesem Spiel vorkommende Geldschein hat einen Wert von 1.329.063,00 Dollar. Diesen Geldschein erhält ein Spieler, wenn er Alfred E. Neumann heißt und ein bestimmtes Spielfeld mit seiner Spielfigur betritt.“

Beim Spielen lernen wir, wie nützlich es ist, Geld loszuwerden. Denn es hat der Spieler gewonnen, der als Erstes seinen ganzen Besitz „unter die Leute gebracht hat“. 

Wenn wir nun Geld als Metapher für Talente nutzen, dann ist es wichtig, unsere Talente zu nutzen, diese zu investieren und einzusetzen. Sie zu entdecken und zu entwickeln (und nicht verkümmern zu lassen…)

Heisst: Verschwenden wir unsere Talente in aller Großzügigkeit, werden wir am Ende (wie immer Sie den Zeitpunkt für sich definieren) als Investoren auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen.

Dies zeigt der Zen-Meister in der nun folgenden Geschichte dem Kaufmann auf:

Aufgrund seines Erfolges brauchte ein großer japanischer Zen-Meister mehr Platz, um seine Schüler, die immer zahlreicher wurden, unterrichten zu können. 

Ein reicher Kaufmann entschied 500 Goldstücke, Ryo genannt, zu spenden, damit der Meister ein größeres Haus bauen lassen konnte. Das Gold war sehr viel wert. Ein Jahr lang konnte ein einfacher Mensch von drei Ryo leben. 

Als der reiche Mann das Gold dem Zen-Meister gab, sagte der Beschenkte: „Ich nehme es.“

Dem Kaufmann missfiel das Verhalten des Meisters. Er überreichte ihm einen Sack voll Gold und dieser nahm ihn, ohne große Regung zu zeigen, entgegen und bedankte sich nicht einmal.

Er raunzte den Meister an: „Ich habe dir 500 Ryo gegeben. Das ist viel Geld – auch wenn ich sehr reich bin!“ 

„Gut, dann bedanke dich dafür, dass du sie geben kannst“, entgegnete ihm der Meister und lächelte ihn an.

Welcome as you are.

photo@annie spratt