Freude

Ich lade Sie heute zur nachstehenden Aufgabe ein.

Das Thema: Freude.

Freude, die wir empfinden, wenn etwas (sehr) Komplexes lustvoll zum Einfachen umgekehrt wird.

Diese Erfahrung des Einfachen kann ein jeder für sich üben. Ich für mich „absolviere“ es regelmässig (was nicht täglich bedeutet 😉 ).

Die Aufgabe ist in 2 Teile gegliedert.

Im ersten Teil bitte ich Sie über diese Frage nachzudenken:

„Wann haben Sie sich zum letzten Mal so richtig gefreut?“

Was war das für eine Erfahrung? Wann war das: Heute Morgen, vor drei Wochen oder vor fünf Jahren? Oder haben Sie sich eventuell noch nie in Ihrem Leben gefreut?

Im zweiten Teil dieser Aufgabe bitte ich Sie, die folgende Frage zu beantworten:

„Worauf freuen Sie sich?“

Ich gebe es zu, ich liebe diese Frage und stelle Sie entsprechend oft (im Winter bei einem spontanen guten Gespräch in der Schlange vor der Corona-Teststation oder dem Sitznachbarn im Kino beim Warten-dass-das-Licht-ausgeht oder vor meiner Arbeit mich selbst…).

Oft höre ich: „Da gibt es nichts.“, „…mmhmmmm, fällt mir gerade nichts ein.“

Wirklich?!

Ich frage nach: „Wenn Sie heute Abend nach Hause kommen – trinken Sie vielleicht ein Glas Wein oder gehen jetzt im Sommer mit einem Buch in den Garten auf die Liege. Freuen Sie sich darauf?“

„Ja, natürlich!“

Es ist also möglich, sich auf einfache und unspektakuläre Dinge zu freuen. Das Potenzial sich-zu-freuen ist durchaus in allem enthalten, was wir erleben. Auch hinter der Tragik erkennen wir (vielleicht)(irgendwann) die Komik.

Freude steckt in meiner Welt in allem und jedem. Sie dürfen sie aufspüren…

… fokussieren Sie sich doch wieder einmal auf die Wiederentdeckung der Freude – selbst in für Sie unangenehmen Situationen. Denn unsere Welt ist polar. Den Tag gibt es, weil es die Nacht gibt (und umgekehrt). Das Gute entdecken wir, weil wir eine Definition haben, was „schlecht“ ist.

Worauf freuen Sie sich?

Welcome as you are.

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