Kreis # 8 „Warum nicht?!“

Welche Kreise die berufliche Neu-Orientierung „so“ zieht (alle miteinander einmal enger, einmal weiter verknüpft), zählt zu den spannenden Erfahrungen in meiner Sparringsarbeit.

Bevor der Prozess „Neue Wege„-gehen, angestossen wird, Sie Zeit + Kraft investieren, ist es für mich wichtig, zu erfahren, ob Ihr engster Zirkel diesen Change mitträgt bzw. mittragen wird.

Ich habe in meinen (fast) 30 Jahren HR so vieles erlebt, dass ich behaupten mag: Es ist mir Nichts fremd. Gerade aufgrund diesem Erfahrungsschatz, mag ich wissen, wie der PartnerIn, die Familie, die engsten FreundInnen oder gar die persona-grada im Kollegenkreis auf die Veränderung „Jobwechsel“ reagiert(e). 

Wofür? Sie haben die Entscheidung getroffen, Ihr gewohntes berufliches Spielfeld zu verlassen, um als Persönlichkeit zu wachsen. Es wird Verluste geben. Je weiter Sie sich von der alten Situation entfernen bzw. diese verlassen, desto weniger Menschen aus dem alten Leben werden Sie begleiten. 

"Wenn Du Dich ins Abenteuer stürzt,
macht es keinen Sinn,
Ratschläge von Menschen anzunehmen,
die niemals ihr Zuhause verlassen."
(Rumi)

Es spielt keine Rolle, ob Sie morgens mit Bauchschmerzen zur-Arbeit-gehen – es wird „immer“ Menschen geben, die viel Zeit + Anstrengung in Kauf nehmen, auf dass Sie Ihren Status Quo beibehalten. 

Diese Menschen sind Ihnen nahe, mögen Sie (keine Frage!) + möchten, dass Alles-so-bleibt-wie-es-ist. Weil sie sich wiederfinden. Sie eine(r)-von-ihnen sind. Das ist einfach ein schönes Gefühl…

Sie brechen nun aus dieser gemeinsamen Komfortzone aus – Ihre Veränderung wird kleine + große Versuche nach-sich-ziehen, Sie mental zu verunsichern, zu entmutigen

Doch geht es um Sie.

Was wollen Sie erreichen? Welche äusseren + inneren Hindernisse gibt es? Wie groß ist Ihre Bereitschaft?

 

„Eines Tages entschieden sich die Frösche einen Wettlauf zu veranstalten.

Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. 

Dann endlich – der Wettlauf begann. 

Nur war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Anstatt die Läufer anzufeuern, riefen sie also „O je, die Armen! Sie werden es nie schaffen!“ oder „Das ist einfach unmöglich!“ oder „Das schafft Ihr nie!“

Und wirklich schien es, als sollte das Publikum recht behalten, denn nach-und-nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: „O je, die Armen!“ Sie werden es nie schaffen!“ Und wirklich gaben bald alle Frösche auf – alle, bis auf einen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte und als Einziger das Ziel erreichte. 

Die Zuschauer waren vollkommen verdattert, und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war. Einer der anderen teilnehmenden Frösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hatte, den Wettlauf zu gewinnen. 

Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war!“

Welcome as you are.

photo@jon tyson