Von Wirken + Wirksamkeit… Teil II

Bei wie vielen Menschen gleicht deren Leben einem Bach?

Es gibt NICHTS als eine vorherbare Abfolge, Reihenfolge von Routine, Bedürfnissen und die-immer-wieder-kehrenden Sehnsüchte und Wünsche. Dicht gefolgt von den immer-wieder-kehrenden Erklärungen an sich selbst. An das dankbare Puplikum von Freunden, Zufallsbekanntschaften in der Warteschlange des Lebens. Die deutlichstarken Laudatien, der seit Jahren selbst zurecht gelegten und von sich gern gehörten Gründe, weshalb man für sich selbst keine Veränderung ein-läutet.

Der bildlich gesprochene Stein in den Fluss, der sich in die Endlos-Schleife mit seinem Arbeitsplatz wieder findet. Der die Monotonie des eigenen Arbeitslebens mit NORMAL gleichsetzt. Da es „Einem“ selbst nicht wirklich langweilig wird.

Oder…

… wie oft wurde bewusst eine Beziehung aufrecht-erhalten, aus der keine tiefe innere Verbindung, keine wahrhaftige Liebe entsprang? Wie oft gab es in einer langjährige Partnerschaft Wichtigeres als Leidenschaft und Liebe: Gegenseitiges Verstehen (und Verständnis), Zuneigung und die Entschuldigungs-und-Verständnis-Strategie (man kennt die Gründe für die Lüge am Morgen, für die Selbstverständlichkeit des Miteinanders…).

Handelt es sich hier um ein durch-unseren-Freundeskreis gewebtes Durchhalte-Muster oder geht es um die Angst vor dem „ENDE“.

frau und mann ziehen die Komfortzone dem „Neuen-und-seinen-Vorstellungen“ vor und setzen sich nicht mit dem „ENDE“ auseinander. Dem ENDE der Ära eines Freundeskreises. Dem ENDE einer Phase. Einer Gewohnheit. Dem ENDE einer Ehe. Dem ENDE einer beruflichen Schaffenszeit.

Um wieviele Vorstellungen, Abbilder eines idealen Berufslebens, Kompromisse-um-nicht-wieder-allein-und-einsam-zu-sein hat man aufgebaut?

Um wieviel Schmerzvermeidung, Anstrengung, Überwindung des eigenen inneren Schweinehundes hat man sich sein eigenes Dasein aufgebaut?

Ich selbst kenne den Teil meines Lebens, der mich aus Angst und dem inneren Gefühl nicht-gut-genug-zu-sein ausharren lies. Ein NEIN nach dem Anderen an mein Leben adressierte.

Ich selbst kenne die Wirkung, den Offerten des eigenen Lebens zu trotzen. Widerstände zu pflegen statt sie los-zu-lassen. Das eigene Bedürfnis den Bedürfnissen meiner Mutter, meiner Freunde, meines Mannes, meines Arbeitgebers unterzuordnen. Überhaupt nicht anzunehmen. Mein großer Antrieb kam aus dem tiefen Wunsch und Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung.

Irgendwann vor Jahren machte ich einen Status Quo.

Wie stehe ich da? Wo stehe ich da? Womit stehe ich da? Was gefällt mir in meinem Leben + was nicht? Wer tut mir gut? Wofür bin ich dankbar? Was ängstigt mich? Was fehlt mir?

Wie sieht mein Tag aus, wenn es mir gut geht? Wie stehe ich morgens auf + beginne meinen Tag? Wie fühle ich mich? Woran sieht man mir mein gutes Gefühl an? Wie endet ein typischer Erfolgstag? Welche Werte habe ich? Entfalte ich mein Potential? Meistere ich wirklich meine Möglichkeiten?

Ich gestaltete meine „Ziel-Collage“…

… und habe alle 3 Monate ein date-mit-mir. In dieser Zeit schaue ich mir meinen Status Quo vor 3 Monate. Was habe ich erreicht? Wo erkenne ich Lernfelder? Welche Hindernisse gab es? Und ich schreibe meinen neuen Status Quo für die kommenden 3 Monate…

So setze ich mich kontinuierlich mit mir Auseinander. Bleibe an meinen Wünschen, Zielen oder Projekte dran. Setze Kurs!

Es war ein sehr steiniger Weg, mit Dornen und Disteln übersät zu dem heutigen SEIN. Und ich lerne und übe nach-wie-vor. Keinen einzigen Augenblick will ich missen, keine Tränen zurücknehmen, keine Entscheidung widerrufen, keine durchwachte Nacht schlafen, keinen Dialog verstummen lassen, keine Introvision oder Coaching ersetzen…

… mein wirkungsvollster Schritt war die Anmeldung zur Coaching-Ausbildung bei Ulrich Dehner. 2 Jahre. 9 Bausteine. Danach die Entscheidung, Introvision zu er-lernen und mich ihrer selbst zu stellen. Und immer wieder, üben, üben, üben.

Mit dieser Entscheidung veränderte sich mein Leben. Meine Haltung. Wissen gepaart mit (Selbst)Erfahrung + purem Staunen. Ich entdeckte Störungen, die mein Potential abhielten, sich zu entfalten. Wofür stehen diese? Die Antwortfindung dauert teilweise bis heute an. Es folgte das Training, Neues-zu-lernen, alle Gedanken immer wieder „auf Anfang“ zu setzen.

Dieses Erleben „sehe“ ich auch bei meinen Coachees. WUNDERschön + einzig.

Es geschieht…

Aus dem NICHTS heraus wurde mit einer unglaublichen Wucht ein Stein in einen See geworfen. Der See bin ich…

… der See bist Du.

 

@photo jose llamas