„What matters“, was zählt?!

September 2018.

Kurz vor dem Ende meines ersten Jahres der Selbstständigkeit mag ich ein paar Antworten geben. Antworten auf Nachrichten, Mails, Fragen während eines persönlichen Austausches…

Fragen, die da lauten:

„Wie geht es Dir?“, „Wie läuft es in Deiner Selbständigkeit?“, „Bist Du erfolgreich?“, „Was machst Du jetzt eigentlich?“ etc.

Ich blicke zurück…

Wir haben u. a.

  • Abteilungsleiter Finance
  • Senior Controller
  • Inhouse Berater SAP (vorzugsweise mit FI/CO)
  • IT Business Process Manager
  • Vorstandsassistenten
  • Werksleiter
  • HR Leiter
  • HR Business Partner, u.a. mit agilem KnowHow oder Coach-Erfahrung
  • Recruiter
  • Key Account Manager (Junior-, + Senior-Ebene)

gesucht + gefunden. Tolle, spannende Unternehmen wurden gewonnen und wir sind in Köln, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Augsburg + München „unterwegs“. Hannover kommt nun hinzu… *WOW*

Wir haben unseren ersten New Work-Event mit den Zukunftsagenten organisiert.

Mit aufgenommen wurde das impulsive Feld „InterimManagement“ – hier können wir auf erste Projekte und einen starken Partner an unserer Seite „schauen“.

Es gibt eine spannende Allianz mit einem Systemischen Coach + Mediator, der in der agilen Welt Zuhause ist. Seine Schwerpunkte operativ + beratend: Führung im Allgemeinen – Führung im agilen Kontext / Change + Organisationsentwicklung.

Und ich netzwerke mit einem IT-Beratungsunternehmen: Management von Software-Entwicklungsvorhaben, Technologie- und Architektur-Beratung sowie Software-Engineering mit großartigem agilen Know-How.

In den Coaching-Sessions, in denen die Neugierde auf Veränderung stark wird und gleichzeitig die Angst vor dem Unbekannten den Mut schwinden lässt, gebe ich nachstehende Worte wieder (übrigens auch immer noch an mich selbst):

„Es ist ganz egal, WANN wir losgehen. Es ist ganz egal, von WO aus wir losgehen. Das Entscheidende ist, dass wir ÜBERHAUPT losgehen.“

Und indem wir es versuchen, finden wir heraus, ob es „funktioniert“.  Unsere Herausforderung, unsere Möglichkeit ist die, dass wir nicht wissen, was als Nächstes passieren wird.

"Der Verstand ist Argumenten zugänglich,doch das Herz muss gewonnen werden..."
(Simon Sinek)

In diesen fast schon elf Monaten durfte ich bemerkenswerte Menschen kennenlernen. Als Kandidaten. Als Ansprechpartner. Gerade im „INVERSES HEADHUNTING“ oder im „ICHprojekt“ arbeite ich mittlerweile nicht nur mit diesen Menschen zusammen. Wir vertrauen uns. Es macht mir Freude mit diesen Menschen voranzukommen. Es sind Menschen mit außergewöhnlichen Geschichten (die ganze Hefte füllen…). Geschichten, die berühren, aufrütteln, nachdenklich machen.

Es kommen Menschen zu mir, die ein wohl eher zufälliges Leben leben – sie nehmen ihr Leben wie es kommt. Gerade dies wollten sie verändern. Sie waren unbewusst-bewusst Suchende nach „Erfüllung“. Es ging ihnen um ein Leben, das sie selbst gewählt haben. In diesen Coaching-Stunden veränderten sie im beruflichen Kontext ihren Status Quo und dieser veränderte ihr Leben weiter… Sie entdeckten tiefe Freude in ihrer Arbeit. Sie entdeckten dieses Gefühl, wenn wir respektiert werden und wertvoll sind. Sie begannen mutig, sich nicht mehr zufrieden-zu-geben, was sie haben – sie fingen an, Alternativen zu entdecken. Zu wählen. Sich selbst gegenüber ein Mitspracherecht einzuräumen (wie wollen wir uns in unserer Ehe fühlen, wie am Arbeitsplatz, wofür ist es uns wichtig…). Nicht leicht.

Denn es geht nicht um ein (weiteres) Ziel. Es geht um den einzelnen ganz persönlichen Beweggrund in uns. In diesem Beweggrund ist unsere Motivation, unsere Kraft, unsere Wurzel zum Erfolg.

Für mich ist es das individualisierte Arbeiten mit Menschen. Es ist großartig für mich, wenn ich es schaffe, dass sich mein Gegenüber inspirierter fühlt. Dass er sich an seinem neuen Arbeitsplatz sicher fühlt und am Wochenende erfüllt auf seine Woche zurückblickt. Dass er die Intrigen an seinem Arbeitsplatz nicht mehr erträgt. Dass er wieder auf Vertrauen und Zusammenarbeit setzt statt auf Schuldzuweisungen + Ego. Dass er für sich erarbeiten mag: Wohin will ich gehen + wie gelange ich dorthin?

Dieses individualisierte, sinnhafte Arbeiten spiegelt sich auch in der Rückmeldung meiner Ansprechpartner über meine Arbeit für deren Unternehmen. Über die Gestaltung und Durchführung unserer Kandidatensuche. Über das Feedback der Kandidaten während ihres Gespräches bei den jeweiligen Unternehmen zu unserer Arbeit.

Jede Idee ist für sich toll – ihre Wirksamkeit hängt von unserem Handeln ab.

Dies braucht Zeit.

Jeder Mensch hat seine eigene Geschwindigkeit und mag vielleicht die Antworten auf seine Fragen in diesem Augenblick, in dieser Phase seines Lebens NICHT leben.

Mein Weg in diesen zurückliegenden Monaten war auch fordernd. Doch: Scheitern können wir alleine – Erfolg setzt immer Hilfe voraus. Meine Familie, meine Freunde und all die oben erwähnten Menschen waren oder kamen an meine Seite. Ich kann (und konnte) es nicht allein schaffen und ich habe gelernt, aufzuhören, so zu tun, als könnte ich es.

D A N K E   an sie alle!!!

photo@sacha styles